Meerschweinchen sind in den rauhen Hochebenen und Buschsteppen der Anden in Südamerika beheimatet. Dort leben sie in Höhlen und Erdbauten in Gruppen von 3-10 Tieren in einer Höhe von bis zu 4000 Meter über dem Meeresspiegel. Ihre Lebensweise brachte ihnen den lateinischen Namen Cavia (Höhle) Aperea (Wildschwein) ein.
Die dämmerungsaktiven Tiere verbringen die meisten Stunden der Morgen- und Abenddämmerung mit der Nahrungssuche und -aufnahme. Dabei bilden Gräser und Kräuter sowie andere Grünpflanzen die Hauptnahrung.
Schon vor ca. 3000 Jahren wurden Meerschweinchen in ihrer Heimat von Menschen domestiziert und als Fleischlieferanten und Opfertiere gehalten. Vor rund 400 Jahren gelangten die ersten Meerschweinchen mit Seefahren nach Europa, wo sie schnell zu beliebten Haustieren wurden.
Um den Namen "Meer"-Schweinchen rankt sich die Geschichte holländischer Kaufleute, die die Tiere "über das Meer" mit nach Hause brachten, um ihren Kindern kleine Spielgefährten zu schenken...