Wiesbaden, 18. November 2009 / pma 2009
Mit richtiger Fütterung kommen Vögel sicher durch den WinterZentralverband Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands e.V. (ZZF) empfiehlt ausgewogenes Futter für Wildvögel / Fütterung muss sich am Bedarf orientieren Der Winter ist für Wildvögel eine harte Zeit: Die Nahrungsfülle verringert sich auf ein Minimum. Hinzu kommt die Kälte, die den Vögeln enorm viel abverlangt. Dies gilt insbesondere für Regionen, in denen wenige natürliche Futterquellen vorhanden sind, also beispielsweise in Ballungsräumen und Großstädten. Der Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands e.V. (ZZF) rät deshalb, Wildvögel schon vor dem anhaltenden Frost zu füttern: „Die Vögel sollten frühzeitig an den Futterplatz gewöhnt werden. Außerdem sollten Tierfreunde bedenken, dass es auch im Frühjahr und in einigen Regionen selbst im Sommer immer weniger Plätze zur Futtersuche gibt“, sagt ZZF-Präsident Klaus Oechsner. Wichtig ist ein ausgewogenes Futter, um das natürliche Gleichgewicht der Artenvielfalt zu bewahren. Amsel, Rotkehlchen und Zaunkönig sind so genannte Weichfresser. Sie lieben Futter mit Fettbestandteilen wie Trockenobst und Insekten. Körnerfresser wie Sperling, Buchfink und Gimpel sind für Nüsse, Kerne und verschiedene Sämereien dankbar. „Vogelfreunde sollten deshalb Futter für beide Gruppen anbieten, sonst werden nur bestimmte Arten gefördert.“ Im Zoofachhandel gibt es verschiedene Futter-Sorten, die sich Tierfreunde auch selbst zusammenstellen können oder sie kaufen einen Vierjahreszeiten-Mix, der sowohl Eiweiße und Fette als auch Kohlenhydrate enthält. „Im Winter sollte das Futter möglichst fettreich sein, weil die Vögel Energie benötigen, um durch den Winter zu kommen.“
Fütterung muss sich am Bedarf orientierenDie Zufütterung sollte aber immer am Bedarf der Wildvögel ausgerichtet sein. Klaus Oechsner: „Sobald der Tisch in der Natur wieder reich gedeckt ist, lassen Vögel das Futter des Menschen links liegen. Werden die natürlichen Nahrungsquellen knapp, kann es sein, dass man die Futterstelle täglich neu füllen muss. Eine Überfütterung ist ausgeschlossen.“ In und um die Futterstelle ist auf Sauberkeit zu achten, damit sich durch verdorbenes Futter und Kot keine Krankheitserreger ausbreiten können. Bewährt haben sich sogenannte Spender, die vor Nässe und Verunreinigungen geschützt sind. Die Futterquellen müssen wind- und wetterfest sein sowie ausreichend gesichert werden, damit Katzen oder Raubvögel die Vögel nicht erreichen können. Wer richtig und gezielt füttert, wird überrascht sein, wie viele verschiedene Vogelarten auf einmal im Garten oder auf dem Balkon erscheinen.
„Eine konsequente und zügige Weiterführung der Jagdrechtnovellierung ist längst überfällig. Mit einer Neugestaltung des Jagdrechts würde auch dem seit 2002 im Grundgesetz verankerten Staatsziel Tierschutz Rechnung getragen“, erläutert Wolfgang Apel. Die neue Bundesregierung verpasst hier die Chance, direkt zu Beginn ihrer Amtszeit ein Zeichen zu setzen, indem sie das veraltete Jagdrecht endlich an die berechtigten Belange des Tier- und Naturschutzes anpasst. Die Diskussion des Themas Jagd zwischen den verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen muss weitergehen“, so Apel abschließend.
Seit der Verfassungsreform aus dem Jahr 2002, die den Tierschutz als Staatsziel festschreibt, steht nach wie vor aus, das veraltete Bundesjagdgesetz aus dem Jahr 1976 als Rahmengesetz an die heutigen Erfordernisse anzupassen. Den Aspekten von Ökologie, Nachhaltigkeit und tierschutzgerechtem Wildtiermanagement muss Rechnung getragen werden. Einzelne Jagdpraktiken, z.B. die Jagdhundeausbildung an lebenden Enten oder tierschutzwidrige Jagdmethoden wie die Fallenjagd und die Verwendung von Bleischrot, müssen verboten werden, fordert Europas größte Tierschutzorganisation.
Das am St. Hubertustag begangene Ritual der Segnung der Jäger – und bisweilen ihrer Opfer, der „Wildbretstrecke“ – ist zudem auch eine Verfälschung der historischen Überlieferung. Der heilig gesprochene Hubertus hat der Jagd abgeschworen und sein Leben stattdessen der Kirche, dem Glaube an Gott und dem Schutz der Tiere gewidmet.